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Veröffentlicht: 30.08.2022

Cybersicherheit – sensible Inhalte nachhaltig schützen

Die Zunahme der Digitalisierung hat die Bedeutung von Cybersicherheit in den Vordergrund gerückt. Aber wie können sich Organisationen oder Unternehmen vor Hackerangriffen und potenziellen Datenlecks am besten schützen? Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Am wirksamsten ist es, bei allen Beteiligten ein Bewusstsein für die Gefahren von Cyberangriffen zu wecken und IT-Security als fortlaufenden Prozess zu etablieren.

Cybersicherheit ist ein Prozess

Die weitverbreitete Digitalisierung hat die Gefahr von Computerangriffen erheblich erhöht. Bei einer Cyberattacke kann es darum gehen, vertrauliche Informationen zu erlangen, die Kontrolle über einen Computer oder ein ganzes Computernetz zu übernehmen oder den Zugang zu bestimmten Diensten zu unterbrechen.


Ein erster Schritt, um sich so gut wie möglich gegen solche Angriffe zu wappnen, ist eine fundierte Risikoanalyse, die alle Schwachstellen im Unternehmen aufdeckt, die von Cyberkriminellen als Angriffspunkte genutzt werden könnten. Wichtig ist auch, alle Beteiligten im Unternehmen für diese Gefahren zu sensibilisieren. Der Ausbau der Kenntnisse aller Angestellten, auch der nicht im technischen Bereich tätigen, kann dazu beitragen, das Misstrauen der Mitarbeitenden zu wecken, wenn es am nötigsten ist – zum Beispiel, wenn diese einen verdächtigen Anhang öffnen.
Speziell für den technischen Bereich gilt: Testen, Reagieren auf neue Bedrohungen, Entwickeln von Schutzregeln und Verbessern der Überwachung sollten Teil eines fortlaufenden Prozesses sein, der regelmäßig durchgeführt wird und bei der Risikobewertung des Unternehmens an erster Stelle steht.

Was ist Computerkriminalität?

Als Cyberkriminalität bzw. Computerkriminalität kann man alle Vorgänge bezeichnen, die darauf abzielen, illegale Aktionen durchzuführen, die eines der folgenden drei Merkmale verletzen: Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit. Ein typisches Beispiel ist der Versuch, Geld von Privatpersonen (durch Phishing) oder von Firmen und Unternehmen (mithilfe von Ransomware) zu erhalten. Ein weiteres Beispiel ist der Diebstahl von Informationen – von persönlichen Daten bis hin zu Finanzergebnissen, Geschäftsmaterial oder Analysedaten.

Methoden der Cyberangriffe

Phishing und Spear-Phishing

Eine der am weitverbreitetsten Angriffsmethoden auf ahnungslose Internetnutzer ist Phishing. Wer hat nicht schon mal ein Angebot für eine Erbschaft von einem entfernten Verwandten oder eine verdächtige Rechnung erhalten? Die Kreativität der Cyberkriminellen entwickelt sich jedoch weiter. Eine neuere Taktik ist zum Beispiel das sogenannte Spear-Phishing. Hierbei wird die fehlerhafte Konfiguration der E-Mail-Server einer Organisation oder das Fehlen geeigneter Schutzmechanismen an der Schnittstelle zwischen externen und internen Netzen von Cyberkriminellen ausgenutzt, um direkte Angriffe auf bestimmte Mitarbeiter*innen eines Unternehmens zu ermöglichen.
Aber auch Schwachstellen in der externen Infrastruktur sind eine reale Bedrohung. Jedes Element, das sowohl mit dem Internet als auch mit dem internen Netz einer Organisation kommunizieren kann, ist potenziellen Angriffsvektoren ausgesetzt, die einem Angreifer im Erfolgsfall Fernzugriff auf die kritische Infrastruktur ermöglichen können.

DDoS-Angriffe

Von einem DoS-Angriff (Denial of Service) spricht man, wenn einem Benutzer oder einer Organisation der Zugang zu Informationen oder Diensten durch feindlich geplante Aktionen verwehrt wird. DoS/DDoS-Angriffe gefährden nicht die Vertraulichkeit von Informationen, sondern zielen darauf ab, wichtige bzw. kritische Dienste abzuschalten und so Schaden zu verursachen.
Man stelle sich zum Beispiel eine landesweite TV-Kampagne vor, die von einer großen Produktionsfirma organisiert wird. Ein Schlüsselelement für den wirksamen Ablauf der Kampagne sind Informationen auf der Website, die aufgrund eines DDoS-Angriffs aber nicht zur Verfügung steht, womit die gesamte Kampagne zum Stillstand kommt. Schlimme Folgen kann es auch haben, wenn zum Beispiel eine Bank einen Tag lang nicht mehr online für ihre Nutzer erreichbar ist. Wichtige Aufträge, wie etwa der Auftrag zum Verkauf einer Aktie, deren Wert stark gefallen ist, können dann nicht erteilt werden.
Die Verwendung mehrerer Computer macht den Angriff einfacher und für die Benutzer, die an ihnen arbeiten, fast unmerklich. Wichtig ist, dass DDoS-Angriffe oft nur deshalb durchgeführt werden, damit diese „echten“ Angriffe schwerer zu entdecken und zu verfolgen sind.

Ransomware

In den letzten Jahren und Monaten haben Angriffe, die die Verfügbarkeit ganzer Unternehmen und Lieferketten durch sogenannte Ransomware unterbrechen, stark an Raffinesse gewonnen. Ein typisches Beispiel ist die Verschlüsselung des gesamten Inhalts von Laufwerken innerhalb einer Netzwerkinfrastruktur, auf die eine infizierte Workstation oder ein infizierter Server zugreift. In vielen Fällen ist es aufgrund der fehlenden Unterteilung des internen Netzes in Teilnetze und schwacher oder nicht vorhandener Regeln auf Firewalls nicht möglich, alle Komponenten innerhalb einer Organisation zu verschlüsseln.
Je nach der finanziellen Leistungsfähigkeit des Unternehmens, dem Grad der Verschlüsselung und der spezifischen kriminellen Gruppe, welche den Ransomware-Prozess steuert, kann dieser Betrag zwischen einigen Tausend und sogar mehreren Millionen Euro liegen. Angesichts der kontinuierlichen Verluste, die durch eine ins Stocken geratene Lieferkette entstehen, ist die Zahlung oft die einzige Möglichkeit, den Betrieb wieder aufzunehmen.

Datenleaks

Ein weiteres, ebenso häufiges Ziel von Angreifern ist es, an Daten zu gelangen. Wir leben in einer Welt, in der Information Geld ist. Und je vertraulicher sie ist, desto mehr Wert hat sie. Für die meisten Daten gibt es einen potenziellen Käufer. Persönliche Daten wie Kartennummern, Ausweise, die genaue Adresse und private Angaben können für Social-Engineering-Angriffe sowie für die Aufnahme von Krediten im Namen des Opfers verwendet werden. Finanzdaten von Unternehmen werden für die Wettbewerber auf dem Markt sicherlich von Interesse sein. Und technologische Informationen – wie technische Unterlagen oder Pläne/Software – können von Konkurrenten, ausländischen Nachrichtendiensten und Sicherheitsforschern auf beiden Seiten der Barrikade verwendet werden, um potenzielle Schwachstellen aufzudecken oder einfach das Image eines bestimmten Unternehmens zu schädigen.

Bieten Self-Defending Networks eine wirksame Verteidigungslinie gegen Cyberangriffe?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht eindeutig. Kein Experte und kein Cybersicherheitsunternehmen kann einen vollständigen Schutz gegen alle Angriffsvektoren bieten, die in der realen Welt auftreten können. Wäre dies der Fall, würden wir nie von Datenlecks und Hackerangriffen auf Branchenriesen wie Facebook, Microsoft oder LinkedIn hören. Doch wie bei fast allen Risiken kann auch dieses minimiert und bewältigt werden. Der Schlüssel zum Erfolg ist das Bewusstsein für die IT-Security und die richtige Reaktion auf Cyberangriffe.
Im Falle von Social-Engineering-Angriffen ist ein mehrstufiger Ansatz am wirksamsten, beginnend mit Cyber-Awareness-Schulungen für Mitarbeiter*innen auf allen Ebenen, insbesondere für diejenigen, die mit Kunden in Kontakt stehen und Zugang zur Kommunikation mit der Außenwelt haben. Darüber hinaus sollte jeder Kontaktpunkt mit dem externen und internen Netz identifiziert und einer ständigen Überwachung unterzogen werden. Besonderer Aufmerksamkeit bedarf die E-Mail-Kommunikation. Entscheidend sind hier Systeme zur Überprüfung des Absenders und des Inhalts von Nachrichten, die bereits reagieren, bevor eine E-Mail an die Mailbox eines/r Mitarbeiter*innen gesendet wird.
Der nächste Schritt ist die Implementierung eines Prozesses zur Verwaltung von Schwachstellen und zur Überwachung von Sicherheitsmaßnahmen, welche in der Regel kurz nach Bekanntwerden einer bestimmten Schwachstelle im IT-System eingeleitet werden. Das ermöglicht dann eine schnellere Reaktion und eine bessere Absicherung von Informationen. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, das interne Netz in Teilnetze aufzuteilen und die Zugänge zu diesen Netzen zu definieren, sodass selbst bei einer Kompromittierung eines Arbeitsplatzes keine unmittelbare Möglichkeit einer Ausweitung des Angriffs auf die gesamte Netzinfrastruktur besteht.

Sicherheitstests als Werkzeug der Cybersicherheit

Durch die Einführung von Schutzmechanismen und -systemen kann der Grad der Sensibilisierung und des Schutzes vor Angriffen aus dem Internet drastisch erhöht werden. Aber wie erhält man Informationen über die Korrektheit der Umsetzung, und wie kann man potenzielle Vektoren identifizieren?
Der Schlüssel liegt darin, alle Elemente, die zum Ökosystem eines Unternehmens gehören, regelmäßig auf die Cybersicherheit zu überprüfen. Durch externe Tests kann man das Niveau der Sicherheitsmerkmale oder möglicher Web-, Mobil- oder Schnittstellenanwendungen ermitteln, welche für den Zugriff auf kritische Informationen und Daten genutzt werden könnten.
Der nächste Schritt ist die Bewertung der Sicherheit des internen Netzes: der einzelnen Komponenten, der Konfiguration der Workstations, der Aufteilung des Netzes und der Regeln, die im Netzwerk gelten. Jedes dieser Elemente kann entscheidend sein, wenn sich ein Dritter Zugang zum Netzwerk verschaffen möchte!

Fazit

Die Nutzung von IT-Systemen auf allen Ebenen der Unternehmensorganisation ist so weitverbreitet, dass ein wirksamer Schutz der IT-Ressourcen eines Unternehmens zu einer Notwendigkeit wird. Eine erfolgreiche IT-Politik hat großen Einfluss auf die Produktivität und Effizienz eines Unternehmens. Ein Gefühl der vollständigen Sicherheit ist ein äußerst wichtiges Element bei der Verfolgung der gesetzten Geschäftsziele.
Die WorldWideWAN ist ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, Unternehmen gegen die vielfältigen Gefahren, die in der neuen IT-Welt drohen, bestmöglich zu schützen. Die WorldWideWAN bringt Sicherheit und Offenheit zusammen, indem ein ganzheitlicher Blick auf die IT-Security geworfen wird und neue Sicherheitskonzepte entwickelt werden. Der Anspruch: mit den sich ständig ändernden Taktiken der Cyberangreifer Schritt zu halten und gleichzeitig die Mobilität und Flexibilität der IT-Unternehmensstruktur vollumfänglich zu gewährleisten.

Veröffentlicht: 30.08.2022

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